Von Flüssen, Seen, Schluchten und Gletschern

Die Südinsel Neuseelands ist wunderschön. Ein Berg reiht sich an den nächsten, beim Autofahren fährt man über zahlreiche Brücken, unter denen grau gefärbte Flüsse fließen und wenn man nicht gerade an der Ozeanküste entlangfährt und die Wellen schlagen sehen kann, dann baut sich früher oder später ein großer blauer See direkt neben der Straße auf, mit Blick auf die dahinterliegenden Berge.

Es ist schwierig, zu sagen, welche der beiden Inseln schöner, besser oder interessanter ist. Sowohl die Nord- als auch die Südinsel haben ihre eigenen Naturphänomene. Während man im Norden zahlreiche Vulkane und somit heiße Wasserquellen oder andere faszinierende Auswirkungen auf Wasser und Boden findet, ist der Süden eher für seine wunderschöne Natur in Form von Seen und Bergen bekannt. Da das Klima sich auf den beiden Inseln sehr unterscheidet, sind auch im Norden eher die schönen goldenen Strände und im Süden dafür deutlich mehr Skigebiete. Im Grunde genommen ist Neuseeland überall schön, aber die Südinsel ist schon sehr beeindruckend…

Wir befinden uns im Moment an der Westküste der Südinsel. Die Region in Neuseeland, in der es am meisten regnen soll. Für uns hat das Wetter aber bis jetzt ganz gut mitgespielt. Geregnet hat es hauptsächlich nachts, ansonsten gab es zwar mal bewölkten Himmel und ein bisschen Nieselregen, aber viel mehr eigentlich nicht. Glück gehabt. Ich habe nämlich von mehreren Leuten gehört, dass sie an der Westküste kaum etwas gesehen haben oder dass es sich überhaupt nicht gelohnt hat, weil die Sachen, die man hätte sehen können, durch graue Wolken und Regen verdeckt waren.

Unser erster Stopp auf dem Weg in den Süden war Hokitika, ein kleiner Ort südlich von Greymouth, in dem wir uns die Hokitika Gorge angeschaut haben. Das ist eine Schlucht, durch die ein langer grauer Fluss fließt. Durch die vielen Gletscher in der Umgebung hier werden Bruchteile von Steinen zermalmt und in den Fluss gespült, wodurch dann die graue Farbe entsteht.

Danach führte der Weg weiter zum Franz Josef Gletscher. Der Entdecker dieses Gletschers kam aus Österreich und zu Ehren seines damaligen Kaisers Franz Josef dem Gletscher den dementsprechenden Namen verliehen. Wir haben eine etwa eineinhalbstündige Wanderung auf uns genommen, um so nah wie möglich an den Gletscher heranzukommen und waren schließlich 750m von ihm entfernt. Näher kann man leider nicht heran. Leider verschwindet der Gletscher mit den Jahren immer mehr, aber noch ist es ganz schön faszinierend, wie groß die Eisfläche ist und wie blau sie glänzt.

Ein paar Kilometer hinter dem Franz Josef Gletscher gibt es noch den Fox Gletscher in der gleichnamigen Stadt Fox. Die beiden unterscheiden sich ein klein bisschen in ihrer Größe und Farbe, aber toll aussehen tun beide.

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Der Fox Gletscher ist deutlich kleiner als der Franz Josef Gletscher und leider bin ich nicht besonders nah heran gekommen. Man sieht aber trotzdem ein bisschen…

Unser letzter Stopp an der Westküste war am Lake Matheson. Das ist ein relativ kleiner See, der aber in den Morgen- und Abendstunden so ruhig ist, dass sich alles, was hinter dem Ufer liegt, darin spiegelt. Das ist aber natürlich nur bei Sonnenschein der Fall, denn ansonsten spiegelt sich ja nichts. Wir haben also inständig darauf gehofft, dass die Sonne scheinen würde und siehe da: Am nächsten Morgen war der Himmel blau und nur am Horizont tummelten sich ein paar Wölkchen herum. Und das, obwohl wir an der Westküste sind.

Wir sind morgens ganz früh aufgestanden, um auch wirklich rechtzeitig dort zu sein. Es war wirklich toll, wie spiegelglatt der See in den Morgenstunden war. Das Wasser war sogar so glatt, dass wir uns selbst darin spiegeln konnten und unsere Gesichter ganz klar und deutlich zu erkennen waren. Die meisten Fotos, die wir geknipst haben, könnte man glatt um 180 Grad drehen und man würde nicht erkennen, dass es falschherum ist… Echt einer der schönsten Seen, an denen ich jemals war!

Bis bald und liebe Grüße!

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