Von Ort zu Ort – von Haus zu Hostel

Schon wieder eine Woche vorbei. Die Zeit vergeht so schnell. Ich habe das Gefühl, ich habe gerade erst Karamea verlassen, dabei ist das schon fast sieben Tage her. Dafür kann ich euch jetzt aber mal davon berichten, was ich die letzte Woche über gemacht habe und wo ich bin. Gerade noch rechtzeitig, denn morgen geht es für mich schon wieder weiter…

In Karamea habe ich mit jemandem gesprochen und ihm erzählt, dass ich als nächstes nach Hokitika reisen würde. Er meinte daraufhin, dass ich mir da ja die zwei tollsten Orte an der Westküste ausgesucht hätte: Karamea und Hokitika!
Bis jetzt kann ich nur bestätigen, dass Hokitika fast genauso schön wie Karamea ist. Aber ich will mal nicht alles vorwegnehmen. Was es genau in Hokitika gibt, davon werde ich noch im nächsten Beitrag schreiben. In diesem hier soll es aber eigentlich nur darum gehen, was ich im Moment mache und wo ich wohne.

Nachdem ich die vorherigen drei Wochen bei jemandem zu Hause gewohnt habe, komme ich hier in Hokitika in einer Art Hostel unter – allerdings nicht als Gast, sondern als WWOOFer. Dazu muss man aber sagen, dass es kein wirkliches Hostel ist, sondern irgendwie so eine Mischung aus Hostel, Bed & Breakfast und Motel.

Es gibt eine perfekt ausgestattete Küche und ein total gemütliches Wohnzimmer. Da es ja mittlerweile auf den Winter zugeht, ist im Wohnzimmer immer der Kamin an und man kann sich, wenn es draußen dunkel wird (was mittlerweile sehr früh der Fall ist), auf das Sofa kuscheln und in Winterstimmung und mit Tee den Abend genießen. So tue ich das zumindest. Ich vermisse den Winter nämlich ein wenig, daher denke ich ihn mir. Auch wenn es draußen noch gar nicht so kalt ist :-).

Der Name der Unterkunft ist Drifting Sands – treibender Sand sozusagen. Und zwar aus dem Grund, dass Hokitika direkt am Meer liegt. Was ja in Neuseeland nicht gerade eine Seltenheit ist… Fast jeder größere Ort liegt am Meer. Aber trotzdem: Hier ist es so, dass ich zur Hintertür hinausgehe, über einen kleinen angelegten Steinweg laufe und dann direkt im Sand stehe. Die Wellen hier sind sogar richtig hoch und es heißt, dass nur erfahrene Schwimmer schwimmen sollten, aufgrund von gefährlichen Strömungen… Also wohl eher kein Schwimmen für mich :-).
Dafür gehe ich jeden Morgen in der Dämmerung an den Strand und verbringe ungefähr eine Stunde dort, um einfach mal das Meer zu genießen…

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Nun aber zum ursprünglichen Thema: Was mache ich hier?
Eigentlich ist das ganz einfach zu beantworten. Ich mache Betten. Und lerne ganz viele Leute kennen, die für eine Nacht hierherkommen und hier übernachten. Die Unterkunft hat insgesamt nur vier Räume und in diesen vier Räumen sind zusammengerechnet nur 14 Betten, deshalb herrscht hier eine sehr familiäre Atmosphäre und man fühlt sich direkt wohl, auch wenn man gerade erst angekommen ist.
Sobald die Leute morgens ausgecheckt haben, ist es meine Aufgabe, die Betten abzuziehen, die Betten neu zu machen und nebenbei dafür verantwortlich zu sein, dass alles gewaschen, getrocknet und wieder eingeräumt wird. Normalerweise brauche ich dafür zwischen zwei und drei Stunden. Falls es mal vorkommen sollte, dass ganz viele Leute mehr als eine Nacht bleiben, dann geht das natürlich schneller, denn dann müssen die Betten noch nicht gemacht werden. Gestern ist das zum Beispiel vorgekommen… Da war ich ganz schnell fertig und habe danach dann noch andere Dinge gemacht… Unkraut gejätet im Garten und oben in der Wohnung der Inhaberin ein bisschen sauber gemacht.

Also alles keine Schwerstarbeit ;-). Da noch zwei andere WWOOFer hier sind, kann man sich die verschiedenen Aufgaben immer gut aufteilen. So kann einer Betten machen, der andere übernimmt das „Cleaning“ und noch ein anderer alles, was sonst so anfällt. Den Rest des Tages habe ich dann für mich selbst und kann im Prinzip machen, was ich möchte. Manchmal machen wir alle etwas zusammen, manchmal jeder für sich.
Ich fühle mich jedenfalls total wohl hier, weil es so klein und gemütlich ist. Und man lernt auch die Gäste meistens schnell kennen, sodass es sich anfühlt wie eine kleine große Familie :-).

Zu guter Letzt noch etwas anderes, was ich euch nicht vorenthalten kann. Claire, die Inhaberin der Unterkunft, hat zwei noch relativ junge Katzen, die unglaublich süß sind! Sie nennt sie gerne“Beach Cats“, weil sie einem immer zum Strand folgen, um dann im Sand herumzutobe. Ich hoffe, ihr fühlt euch nicht überrannt von den vielen Katzenbildern auf meinem Blog. Aber ich kann nicht anders… 🙂

Später wird dann noch ein kurzer Beitrag über Hokitika an sich folgen. Sobald ich die Fotos dafür geschossen habe… 🙂
Bis bald!

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2 Gedanken zu “Von Ort zu Ort – von Haus zu Hostel

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