Couchsurfing in Christchurch

Heute gibt es direkt zwei Beiträge von mir – ich hänge nämlich ein bisschen hinterher und da ich morgen früh schon wieder weiterreise, wird es heute Zeit, mal wieder alles auf den aktuellsten Stand zu bringen. Sonderlich viel gibt es zwar im Moment nicht zu erzählen, aber so ganz unkommentiert möchte ich meine letzten zwei Wochen in Neuseeland auch nicht lassen.

Meinen letzten WWOOFing Ort habe ich vor ein paar Tagen hinter mir gelassen und bin jetzt ein paar Tage lang mal wieder in Christchurch. Da ich mittlerweile mehr als genug von Hostels habe und viel lieber bei Leuten zu Hause unterkomme, bin ich wieder zum Couchsurfing übergegangen. Es ist einfach viel persönlicher und gemütlicher. Mir gefällt diese Art des Austauschs, dass man aus reiner Gastfreundschaft oder aus Interesse an fremden Kulturen ein Bett oder eine Couch geboten bekommt und dann selbst entscheiden kann, was oder wie viel man als Dankeschön zurückgeben möchte. Um Geld sollte es sich logischerweise nicht handeln, denn das würde den Zweck von Couchsurfing verfehlen. Aber der Grundgedanke ist natürlich schon, dass beide Seiten etwas von der Sache haben, auch wenn es vielleicht einfach nur schöne Erlebnisse miteinander sind.

Wohnen tue ich im Moment bei John, etwas außerhalb von Christchurch. Er hat ein ganz kleines Haus mit Garten, in dem er zwei Räume hat, die von niemandem benutzt werden. Daher hat er sich vor ein paar Jahren dazu entschieden, Leuten die Möglichkeit zu geben, hier zu übernachten. Für ihn ist es bestimmt schön, nicht ständig alleine zu Hause zu sein und gleichzeitig viele verschiedene Leute kennenzulernen – auch wenn ich es mir manchmal ziemlich anstrengend vorstelle, die ganzen Sommermonate durch alle paar Tage neue Gäste zu haben und teilweise bis an die fünf Betten „besetzt“ zu haben. Vor allem, da er selbst sehr ruhig ist und eher den Anschein macht, als hätte er auch gerne mal Zeit für sich. Da finde ich es umso beeindruckender, dass er so viele Leute hier hat.

Außer mir sind jedenfalls noch ein paar andere Mädchen hier. Tagsüber macht meistens jeder das, wozu er Lust hat und abends kochen wir dann alle zusammen. Jeder trägt ein bisschen Essen dazu bei, sodass John nicht alleine auf allem sitzenbleibt (er bietet uns ja schließlich schon eine Unterkunft!). Da eins der Mädchen aus Frankreich kommt, gab es gestern Abend… Ja, was wohl… Crêpes! 🙂

Heute Morgen bin ich mit John zusammen ganz früh mit dem Fahrrad zum Strand gefahren, um den Sonnenaufgang zu sehen… Tja, einen Sonnenaufgang gab es dann leider nicht wirklich, da der Horizont von Wolken bedeckt war, aber daraufhin sind wir dann eine andere Strecke mit dem Fahrrad zurückgefahren, vorbei an der Flussmündung des Avonhead Rivers und sind über einen kleinen Steg gelaufen. Und diesen Steg wollte ich euch zeigen, denn man sieht daran mal sehr deutlich, wie heftig das Erdbeben 2011 wirklich gewesen sein muss. Ich weiß nicht, wie wahrheitsgetreu meine Fotos es widergeben… Aber der ganze Steg war in einer schiefen Lage und überall waren Lücken. Nicht, weil Bretter herausgefallen waren, sondern weil Bretter auseinandergezogen wurden. An einer Stelle war die Lücke sogar zu groß, um einen einfachen Schritt darüber zu machen, deshalb mussten extra Bretter angebaut werden. Echt erschreckend, wenn man sich vorstellt, dass die Größe dieser Lücke zeigt, um welche Weite sich die Erde an dieser Stelle auseinandergezogen hat…

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Da sieht man die Lücke, über die extra Bretter gelegt werden mussten. Und ansonsten achtet mal darauf, wie der Steg im Vergleich zur geraden Linie des Horizonts aussieht… So schief war es wirklich…

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Auch hier kann man erkennen, wie der Steg in der Ferne ein bisschen in Schlangenlinien verläuft. Er war mal komplett geradeaus gebaut…

Tja, und morgen früh geht meine Reise dann weiter… Und immer weiter dem Ende zu. Ungefähr eineinhalb Wochen bleiben mir noch. Mein nächster Beitrag folgt dann aus Akaroa, wo ich zum letzten Mal WWOOFen werde. Bis bald!

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