Die letzten Inspirationen vor dem Rückflug

Ich bin mal wieder viiiieeeel zu spät und eigentlich auch gerade überhaupt nicht in Schreibstimmung, da ich am Flughafen sitze. Aber ich habe gerade so schön viel Wartezeit und bevor ich diesen Eintrag noch weiter hinauszögere, werde ich jetzt von meiner letzten Woche in Neuseeland berichten, wenn auch nur kurz und knapp. Es war nämlich eine – für mich – sehr besondere Woche!

Auf der Halbinsel Akaroa (östlich von Christchurch), da gibt es einen kleinen Ort oben auf den Bergen, mit einem wunderschönen Blick hinunter auf den Hafen und de umliegende Landschaft. Dieser Ort nennt sich Christ College of Trans-Himalayan Wisdom, gehört Orest und Julia und ist gleichzeitig der Ort, an dem ich meine letzten sieben Tage verbracht habe.

DSC09452

Das ganze ist eine Art spirituelle Schule, allerdings keine Schule im allgemeingültigen Sinne. Orest und Julia handhaben es als eine Ferienunterkunft. Sie selbst haben dort ihr Haus, in dem sie wohnen und nebenan sind ein paar Kabinen, in denen Gäste unterkommen können. Da in Neuseeland ja mittlerweile schon Herbst ist, war während der letzten Woche nicht wirklich jemand dort, abgesehen von mir und einem anderen WWOOFer. Aber im Sommer sind die Kabinen manchmal alle voll – einige Leute bleiben ein oder zwei Nächte, andere dagegen bleiben gleich ein paar Wochen. Für die Gäste gibt es (abgesehen von den Schlafkabinen) noch ein zweites Haus, in dem sich Küche und Badezimmer befinden. In diesem Haus habe ich die letzte Woche über geschlafen. War echt ganz schön ungewohnt, so ein komplettes Haus für sich selbst zu haben. Vor allem, nachdem ich so einige Nächte innerhalb der letzten Monate in engen Hostels mit Hochbetten geschlafen habe…

Ja, soviel zu den Umständen dort. Eigentlich geht es aber um etwas ganz Anders, nämlich um die spirituelle Ausrichtung deren Schule. Auf dem Grundstück gibt es zum Beispiel auch einen Meditationstempel. Außerdem geben die beiden Kurse zu Themen wie Astrologie oder Esotherik und zusätzlich gibt es jeden Morgen TaiChi Unterricht. Mich haben so Sachen schon immer interessiert, deshalb war es für mich wirklich eine spannende Woche! 🙂

Um jetzt keinen endlos langen, ausführlichen Text zu schreiben, zeichne ich einfach mal auf, wie mein Tagesablauf in Akaroa in etwa aussah…

07:00 Uhr     Meditation
07:30 Uhr     TaiChi
08:00 Uhr     Frühstück
09:00 Uhr     2 Stunden WWOOFing-Arbeit
12:00 Uhr      Meditation
12:30 Uhr      Mittagessen
13:30 Uhr      1 bis 2 Stunden WWOOFing-Arbeit
16:00 Uhr      1 Stunde Unterricht
17:00 Uhr      Meditation
18:00 Uhr      Abendessen

Und nach dem Abendessen hatte ich dann Zeit zu tun, was ich wollte. Das beinhaltete in den meisten Fällen Lesen, da sich in den Gesprächen zwischen Julia und mir zufällig immer ein Thema ergeben hat, wozu sie mir ein tolles Buch empfehlen konnte. So kamen irgendwie mit jedem Tag neue Bücher dazu und am Ende der Woche hatte ich einen Haufen von sieben Büchern bei mir liegen… 😀

DSC09505

Bei so einer großen Hausbibliothek ist es ja auch naheliegend, dass einem zu jedem Thema ein Buch in den Sinn kommt… ;–)

Das Meditieren fand immer in einem Stuhlkreis statt und wurde entweder von Julia oder Orest geleitet. Es war also in dem Fall kein einfaches „Stillsitzen und Nichtstun“, sondern das ganze kam sozusagen mit einer Anleitung. Dazu brannte immer in der Mitte eine Kerze.

TaiChi ist eine Mischung aus Selbstverteidigung, Yoga und anderen Übungen. Grundsätzlich hat es sehr viel mit Energie zu tun. Die Übungen sollen Energie zum Fließen bringen und und einen lehren, die Energie dabei zu spüren.

Meine WWOOFing-Arbeit bestand dieses Mal auch aus etwas GANZ anderem als die letzten Male. Ich habe körperlich etwas härtere Arbeit geleistet und Orest beim Holzsägen geholfen. Sie sind im Moment dabei, das ganze Feuerholz für den Winter vorzubereiten und daher mussten aus langen Ästen und Stämmen kleinere Stücke gemacht werden, damit sie auch in den Kamin passen. Das, was dann in der richtigen Größe war, musste alles gestapelt werden. Das war ein bisschen wie Puzzlen, da jedes Holzstück eine unterschiedliche Form und Größe hat und irgendwie musste man immer erst eine Weile suchen, um einen passenden Platz zu finden, wo es sicher hineninpasste.

Aber natürlich habe ich auch mal wieder im Garten gearbeitet. Finde ich auch gut so. Das gehört ja beim WWOOFing dazu :-).

Ach, und sie haben auf ihrem Grundstück sogar ihre eigenen Bienen, die Honig produzieren. Da durfte ich Orest einmal bei zuschauen – aus einer kleinen Entfernung allerdings.

Und der Vollständigkeit halber gibt es auch aus Akaroa wieder ein Katzenbild. Der andere WWOOFer, der mit mir dort war, hatte eine schwarze, sehr zutrauliche Katze, die auch mir gerne mal Gesellschaft geleistet hat :-).

DSC09512_2

Shadow 🙂

Dann verabschiede ich mich jetzt auch schon wieder und bin froh, dass ich den Blogeintrag hinter mich gebracht habe ;-). Ich werde so langsam nämlich wirklich müde. Von daher sage ich mal gute Nacht und bis bald!

Advertisements

Was sagst du dazu?

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s